Wir nennen es die „Gelassene Moderne“ in der Bildhauerei. Begegnen Sie in natürlicher Atmosphäre authentischen Positionen der letzten 50 Jahre, die unabhängig von Trends und dem Zeitgeist als souveräne Lebenswerke gereift sind. Lassen Sie sich begleiten von unserem Leitsatz: Gute Kunst prägt mit ihrer Poesie den einzigartigen Charakter ihrer Besitzer. An die Kunst lautet daher unser Anspruch: Gut, reich an Poesie und stilbildend.


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In Susanne Hackenbrachts Werk tauchen immer wieder elementare geometrische Formen wie Kreis, Halbkugel, Rechteck oder Zylinder auf, die durch ihre konsequente Verwendung an ein zu entschlüsselndes Vokabular erinnern, eine Art verstecktes Zeichensystem, das es zu lesen und zu deuten gilt. Neben diesen elementaren Formen pflegt sie auch häufig einen elementaren Umgang mit den von ihr verwendeten Materialien. Stahl, Beton, Eisen, Glas und Ölfarbe treten dem Betrachter oft roh und in erkennbarer Materialität gegenüber. Dabei ist dieser unmittelbare Umgang mit dem Material, also das Formwerden des Formlosen entscheidend wichtig im Werk Hackenbrachts. So verschwimmen bei ihr auch häufig die Grenzen zwischen bewusst Gesetztem und zufällig Gewordenem. Hier kann das Material als amorphe Masse in Erscheinung treten oder an anderer Stelle präzise verarbeitet in klare geometrische Form gebracht sein. Im Werk von Susanne Hackenbracht schließen sich diese Extreme keinesfalls aus. Das geometrische Vokabular bringt dabei zusätzlich eine distanzierte Perspektive in die häufig intuitiv und unmittelbar erscheinenden Arbeiten.

 


Das Karl Lang Archiv entstand aus dem Vermächtnis des 2003 in Büsingen verstorbenen Malers Karl Lang. Es enthielt sein eigenes künstlerischen Werk von ca. 220 Ölbildern und einer größeren Menge Zeichnungen, außerdem seine umfangreiche Kunstsammlung. Diese bestand aus Arbeiten seiner künstlerischen Vorbilder und Weggenossen, darunter Otto Dix, Eugen Eisenschitz und Claire Bertrand. Darüber hinaus enthielt sie den Nachlass seines Schwagers Guy Smith-Barry sowie ein umfangreiches Konvolut an Bildern, Ölskizzen und Aquarellen von Smith-Barries Großonkel Thomas Burton Watkin Forster. Letzteres besteht aus ca. 750 Arbeiten.

Das Karl Lang Archiv wurde von 2003-2018 von Klaus Antons und Christa Nothhelfer betreut und katalogisiert, diese Arbeit wird seit 2018 von Monique Chevremont und Martin Becker fortgesetzt. Die wertvollsten Stücke befinden sich als Dauerleihgaben im Museum Allerheiligen in Schaffhausen, ein Konvolut von 72 Aquarellen und Ölbildern Forsters ist in dem Hotel-Restaurant Rheinmühle zu sehen.

Karl Lang, Büsinger Bergkirche, 1935, Öl auf Leinwand, 52 x 74 cm
Karl Lang, Büsinger Bergkirche, 1935, Öl auf Leinwand, 52 x 74 cm